Buchkritiken


Lesermeinungen
zu meinem Lehrbuch
„Ethik in der Pflege“

(1. Auflage 2004, 2. Aufl. 2012)

Stimmen aus der Altenpflege

„Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle Ethikdiskussion in der Pflege. Es führt grundlegend in die ethischen Probleme der Pflege ein.“
♦♦♦  Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA); Fachmagazin Pro Alter, 2/2004

„Das Buch eignet sich hervorragend als eine Einführung in die Ethik für Pflegende. Kenntnisreich und praxisbezogen vermittelt das Buch eine Hilfestellung in der Analyse von ethisch relevanten Konfliktsituationen.“
♦♦♦  Eine Ethik für die Altenpflege, Prof. Dr. E. Heusler; D. Breuer. In: Brandenburg, H.; Huneke, M. J.: Professionelle Pflege alter Menschen. Stuttgart 2006, S. 489

„Es ist das große Verdienst des Autors, dass er in dem vorliegenden Buch die Ethik in der Pflege gleich von allen vier relevanten Seiten angeht. Und so umfassend und systematisch deutlich macht, dass moralische Fragen in allen Bereichen eine zentrale Rolle spielen – in der Pflegepraxis wie der Pflegewissenschaft, im Pflegemanagement wie in der Pflegepädagogik. Das Buch wird hoffentlich Arbeitsgrundlage für all diejenigen sein, die Akteure in einem dieser Felder sind und dies mit erhobenem Kopf und klaren Vorstellungen von einem menschenwürdigen Leben bleiben wollen.“
♦♦♦ 
Fachzeitschrift Altenpflege, E. Wittulski, April 2005

„Erst kommt die Pflege und dann die Moral? Nein, natürlich nicht. Pflegekräfte arbeiten meist mit einem hohen moralischen Anspruch. Können sie ihn … nicht (mehr) … einlösen, werfen sie das Handtuch, kündigen innerlich oder sie lehnen sich auf, versuchen in ihrem überschaubaren Rahmen Veränderungen zu initiieren.
   Oft tun die Betroffenen dies aus dem Gefühl heraus, dass diese Art der Pflege, der Versorgung, einfach nicht die richtige sein kann. Eine Reflexion moralischer Aspekte im Handlungsfeld Pflege – so die Definition von ‚Ethik in der Pflege‘ nach Reinhard Lay – findet dabei selten statt.
   Dies kann man den Pflegenden auch nicht vorwerfen: Ethische Reflexion erfordert Hintergrundwissen in Form von (ethischen) Regeln, Prinzipien, Theorien, mit deren Hilfe Prozesse und Sachverhalte überprüft werden können. Und diese werden in der Ausbildung, obwohl im Stundenplan vorgesehen, eher stiefmütterlich behandelt. […]
Es ist der große Verdienst von Lay, dass er in dem vorliegenden Buch die Ethik in der Pflege gleich von allen vier relevanten Seiten angeht: In der Pflegepraxis und der -wissenschaft, im Pflegemanagement und in der -pädagogik. Die Bereiche greifen ineinander, sind als Handlungsfelder miteinander verflochten. Das geschieht überzeugend.“
♦♦♦  Fachzeitschrift „Altenpflege“, G. Berg, 3/2014, S. 88

„Zunehmend wächst das Bewusstsein, dass Pflege ethisches Handeln ist und Pflegende sich bewusst mit ethischen Fragestellungen auseinandersetzen müssen. Das vorliegende Buch von Reinhard Lay gewährt hier hilfreiche Unterstützung.
So führt das Buch in die Begrifflichkeiten der allgemeinen Ethik ein und veranschaulicht an einem Fallbeispiel umfassend den Prozess der ethischen Entscheidungsfindung.
Ausführlich setzt sich die Publikation mit ethischen Fragestellungen im Kontext von Pflege auseinander – mit Fragestellungen, die immer auch eine Herausforderung darstellen. Dabei betrachtet der Autor die vier Hauptgebiete der Pflege: Pflegepraxis, Pflegemanagement, Pflegewissenschaften und Pflegepädagogik.
So kann das vorliegende Buch für Lehrende gut als Handbuch fungieren. Hierfür ist auch das umfangreiche Stichwortverzeichnis sehr hilfreich.“
♦♦♦ 
Fachzeitschrift „Demenz. Das Magazin“, 20/2014, S. 46

Stimmen aus der Gesundheits- und Krankenpflege

„Dieses Buch ermutigt zum kritischen Nachdenken und gibt klare Orientierungen, mit deren Hilfe Pflegende schwierige Situationen beurteilen und zu verantwortbaren Entscheidungen gelangen können.“
♦♦♦  Fachzeitschrift Die Schwester/Der Pfleger, 12/2004

„Das Buch führt grundlegend und umfassend in ethische Probleme der Pflege ein und berücksichtigt dabei alle vier Handlungsfelder: Pflegepraxis, Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflegewissenschaft. Insbesondere für Lernende und Lehrende in der Aus-, Fort- und Weiterbildung ist es eine Fundgrube.“
♦♦♦  Krankenpflege Journal, Pflege-Magazin, 7-10/2004

„Ein Übersichtswerk, das eine Gesamtschau zu aktuellen ethischen Fragestellungen und Diskussionen gibt. Mit Hilfe des vorgestellten Modells der ethischen Entscheidungsfindung lassen sich eigene Fallbeispiele bearbeiten.“
♦♦♦  Dr. med. Mabuse. Nov./Dez. 2004

„Diese Neuerscheinung behandelt das weite Spannungsfeld der Ethik und Moral in der Pflege. Der pflegerische Alltag wirft viele Fragen auf, die sich aus Konflikten und schwierigen Situationen ergeben: Welche Qualität von Pflege ist in wirtschaftlich angespannten Zeiten zu verantworten? Was tun, wenn die Rahmenbedingungen augenscheinlich keine würdige Pflege mehr erlauben? Wie sollen sich Pflegende gegenüber fragwürdig erscheinenden ärztlichen Anordnungen verhalten? Das vorliegende Werk ermutigt zum kritischen Nachdenken und gibt klare Orientierungen.“
♦♦♦  Pflegezeitschrift, Heft 1/2005

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

„Das vorliegende Lehrbuch ist eines der wenigen deutschsprachigen Bücher, die sich mit diesem Thema umfassend auseinandersetzen […]  Eine solche Reflexion und Auseinandersetzung mit Pflegeethik muss in Zukunft verstärkt in der Ausbildung berücksichtigt und gelehrt werden. Das Buch kann dabei eine Hilfe sein, mit seinen umfassenden und vielschichtigen Überlegungen und einer fast unüberschaubaren Fülle an Zitaten und Literaturhinweisen…“
♦♦♦  Berufsverband Kinderkrankenpflege, A-Wien, www.kinderkrankenpflege.at, 12.12.2004

Chirurgische Pflege

„Reinhard Lay gibt in seinem Buch einen guten Überblick über die Fragen der Ethik in der Pflege. […] Das Buch ist für Dozenten in der Kranken- und Altenpflege und interessierte Pflegekräfte zu empfehlen.“
♦♦♦  Fachzeitschrift „Wundmanagement“, K. Waldmann, 1/2015

„Das Buch empfiehlt sich als Lehrbuch für die Aus-, Fort- und Weiterbildung […] In allen Abschnitten entfaltet R. Lay den aktuellen Diskussionsstand, um dann seinen eigenen Standpunkt darzulegen. Das macht das Buch sehr sympathisch: es werden Argumentationslinien verdeutlicht und wo es dem Autor notwendig erscheint, auch Gegenpositionen entwickelt. Die Art zu argumentieren könnte für die Diskussion ethischer Themen in der Pflege beispielhaft sein.
Inhalt und Darstellung erscheinen stimmig. Das Buch ist lesenswert und notwendig für alle aus allen Teilbereichen der Pflege (Praxis, Management, Wissenschaft und Pädagogik), die bereits einen Einblick in pflegeethische Themen gewonnen haben und bietet sich besonders aufgrund des ausführlichen und aktuellen Literaturverzeichnisses als Grundlage für ein vertiefendes Weiterstudium an.
   Für Lehrende enthält es wertvolle und glaubhaft erprobte Methoden zur Vermittlung ethischer Themen, die zur Reflexion des eigenen Lehrens einladen.“
♦♦♦  Journal of Wound Healing, Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung (DGfW), Österr. Gesellschaft für Wundbehandlung (AWA) und Schweizerische Gesellschaft für Wundbehandlung (SAfW), Dez. 2004

Psychiatrische Pflege

„Das Buch ist sehr zu empfehlen und eine fundierte Grundlage, ein wichtiges Lehrbuch für den Ethikunterricht in der Aus-, Fort- und Weiterbildung.“
♦♦♦  Fachzeitschrift Psych. Pflege, Herausgeberin H. Schädle-Deininger, 5/2004

Pflege in Reha-Einrichtungen

„Moralische Konflikte nehmen in der Pflege immer mehr Raum ein. Dieses Buch ermutigt zum kritischen Nachdenken und gibt Pflegenden Hilfe bei der Beurteilung von schwierigen Situationen und bei den verantwortbaren Entscheidungen.“
♦♦♦  Fachzeitschrift „Not“, 5/2006

„Pflegekräfte müssen sich immer wieder fragen, wie soll ich in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten gute Pflege leisten? In diesem Werk gibt der Pflegepädagoge Reinhard Lay einen Überblick zum Thema, regt zum Nachdenken an und gibt klare Orientierungen für Pflegende, wie sie schwierige Situationen beurteilen und verantwortbare Entscheidungen treffen können.
   Das Buch führt umfassend in ethische Probleme der Pflege ein und berücksichtigt alle vier Handlungsfelder: Pflegepraxis, Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflegewissenschaft. Das Werk richtet sich an alle Pflegepraktiker und vor allem auch an Lernende und Lehrende in Aus-, Fort- und Weiterbildung.“
♦♦♦  Fachzeitschrift „Not“, 4/2013, S. 53

Pflege behinderter Menschen

„Jetzt liegt zum ersten Mal ein deutschsprachiges Werk vor, das einen Überblick zur aktuellen Ethikdiskussion in der Pflege bietet.“
♦♦♦  Lebenshilfe Österreich, Bibliotheksnachrichten 10/04-3/05

Palliativpflege

„Ethisch-moralische Fragestellungen und Konflikte in der Pflege nehmen – nicht zuletzt durch die zunehmende Ökonomisierung im Gesundheitswesen – immer mehr Raum ein. In der 2., aktualisierten Ausgabe des vorliegenden Lehrbuches bietet der Autor einen umfassenden Überblick zur aktuellen Ethikdiskussion in der Pflege.
Das Buch führt grundlegend und umfassend in die allgemeine Ethik und in ethische Probleme der Pflege ein.  […] Auch wenn das Buch nicht explizit für Mitarbeitende der hospizlich-palliativen Versorgung geschrieben wurde, so bildet es doch eine fundierte Grundlage für Lehrende und Lernende im Ethikunterricht in der Aus-, Fort- und Weiterbildung – auch oder vielleicht sogar besonders in der Palliative Care.
Daher empfiehlt sich die Lektüre und der Einsatz dieses Buches für alle – aus Pflegepraxis und Lehre – die sich um eine ‚gute Pflege‘ bemühen.“
♦♦♦  Fachzeitschrift „pflegen: palliativ“, Redakteurin C. Holitzner-Bade, Heft Nr. 22, 2. Quartal 2014

Gewerkschaften und Berufsverbände

„Konflikte nehmen im Pflegealltag immer mehr Raum ein. Wie sollen Pflegende in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine gute Arbeit leisten? Was ist gute Pflege? Welche Qualität von Pflege ist unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen noch zu verantworten? Wo werden Grenzen verletzt? Diese und viele andere spannende Fragen beantwortet das komplett überarbeitete und aktualisierte Standardwerk.“
♦♦♦  Kath. Pflegeverband e.V., PflegeLeben. Pflege – Werte – Zukunft, 1/2013, S. 29

„Reinhard Lay legt hier ein Lehrbuch vor, das grundlegend in das Thema Ethik in der Pflege einführt. Begriffe wie Moral, Ethik oder verschiedene ethische Theorien werden hier verständlich erläutert. Im weiteren Verlauf des Buches widmet er sich dann der Ethik in den unterschiedlichen Bereichen der Pflege wie z. B. der Pflegewissenschaft, der Pflegepraxis, dem Pflegemanagement und der Pflegepädagogik. Insbesondere der Begriff ‚Qualität’ wird unter ethischen Gesichtspunkten betrachtet und erfährt eine neue Definition.
Insgesamt ein interessantes Buch, das auch an Hand verschiedener Fallbeispiele Hilfestellung bei der Beschäftigung mit ethischen Fragen darstellt.“
♦♦♦  Fachzeitschrift „Pflegen“, Evang. Fach- u. Berufsverband für Pflege e.V., K. Jost, 1/2006

„Knappe Ressourcen im Gesundheitswesen und eine ständige Ökonomisierung pflegerischer Arbeit führen unweigerlich zu einer Zunahme ethischer Konfliktlagen. […] Das ursprünglich als Diplomarbeit vorgelegte Werk bietet eine breite Einführung in die Thematik.“
♦♦♦  ver.di (Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft), Zeitschrift drei, Okt. 2004, S. 8

Pädagogik

„Die Situation der Pflege steckt momentan in Deutschland in einer Krise. Das liegt vor allem daran, dass nicht genügend Pflegepersonal zur Verfügung steht. Dies hat seinen Grund vor allem in der nicht ausreichenden Entlohnung und den stressigen Arbeitsbedingungen. Vielerorts ist auch die Rede von unqualifiziertem Personal.
Gutes und kompetentes Pflegepersonal verfügt über eine professionelle Ausbildung. Dabei sind nicht nur fachliche, soziale und methodische Kompetenzen von Bedeutung. Auch ethische und moralische Grundhaltungen und Entscheidungskompetenzen sind im konkreten Pflegealltag häufig gefragt.
Das vorliegende Lehrbuch ‚Ethik in der Pflege‘ bietet ein fundiertes und kompetentes Grundlagenwerk für die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Dabei ist das Anliegen des Fachbuches nicht die Propagierung einer neuen Moral, sondern die kritische Reflexion dessen, was in der Pflege geschieht. Im Blickpunkt stehen dabei die vier Handlungsfelder der Pflege: Pflegepraxis, Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflegewissenschaft.
Der Band ist eine Fundgrube zur Vermittlung ethischer Kompetenz im Bereich der Pflege. Die ersten beiden Kapitel bieten eine grundlegende Einführung in die Begrifflichkeiten der allgemeinen Ethik und der Bereichsethiken. Es folgen Kapitel, in denen die Ethik in der Pflege und die Pflegequalität im Mittelpunkt stehen.
Das Kapitel zur ethischen Entscheidungsfindung in der Pflege konkretisiert die einführenden Grundlagen. Ausführlich setzt sich der Autor mit der Ethik in der Pflegepädagogik auseinander und kritisiert dabei den konstruktivistisch-systemtheoretischen Ansatz. Sehr hilfreich zur Orientierung sind die thesenartigen Zusammenfassungen und die Schlussfolgerungen des Autors.
♦♦♦  Lehrerbibliothek.de; http://lbib.de/Ethik-in-der-Pflege-Ein-Lehrbuch-fuer-die-Aus-Fort-und-Weiterbildung-85189; A. Thömmes, 28.7.2014

Pflegeforen im Internet

„Dieses Buch ist als pflegerisches Grundlagenwerk uneingeschränkt zu empfehlen.“
♦♦♦  Pflegeforum www.zwai.de, M. Allgeier, Lehrer für Pflege, 25.11.2004

„Das Buch ist recht leicht zu lesen. […] Dabei ist es eine sehr gute wissenschaftliche Arbeit, die sich auch vom Format her an eine wissenschaftliche Arbeit hält. […] Man kann zusammengefasst sagen, dass dieses Buch Spaß macht zu lesen. Lay unterstützt mit seiner Arbeit die Bestrebungen der Professionalisierung der Pflege und ebnet mit seinen Argumentationen und Forderungen einen weiteren Weg in diese Richtung. Dieses Buch sollten alle, die etwas in der Pflege zu sagen haben, bzw. etwas in der Pflege sagen möchten, gelesen haben.“
♦♦♦  www.pflegedialog.de, Moderator K.-P. Dützmann, Hannover, 8.10.2005

„Dieses Buch ist das erste Übersichtswerk, das eine umfassende Gesamtschau zu aktuellen ethischen Fragestellungen und Diskussionen gibt. […] Dieses Buch bringt mehr Klarheit in die vielfältige Diskussion um die Ethik in der Pflege. Es leistet einen Beitrag zur Begründung und Festigung dieses neuen Arbeitsgebietes.“
♦♦♦  Geriatrie-Pflege (http://www.geriatrie-pflege.de/altenpflege/kommunikationethik/ethikinderpflegelay.html, 31.1.2005)

Pflegewissenschaft

„Wer sich vertieft in (pflege-)ethische Themen einarbeiten möchte, liegt mit diesem Buch richtig.“
♦♦♦  Wissenschaftliche Zeitschrift „Pflege“, M. Hecke, Heft 2/2015, S. 124f

„Ein besonderes Kompliment gilt der intensiven Auseinandersetzung mit nahezu der gesamten aktuellen Literatur zum Themenbereich Ethik in der Pflege. Allein dafür würde sich der Erwerb des Buches bereits lohnen.“
♦♦♦  Wissenschaftliche Fachzeitschrift „Pflegemagazin“, I. Hofmann, 3/2005

„Um es vorneweg zu sagen, dieses Buch ist unbedingt all jenen zu empfehlen, denen eine ethisch reflektierte Pflegequalität am Herzen liegt […] Lays Lehrbuch besticht durch seine Übersichtlichkeit sowie eine detaillierte und nachvollziehbare Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten von Ethik in der Pflege und ihrer Zuordnungen. Alle Kapitel können – bei allem Zusammenhang – unabhängig voneinander gelesen werden, weil sie in sich abgeschlossen dargestellt werden.“
♦♦♦ 
Wissenschaftliche Zeitschrift „Pflege“, I. Hofmann, Heft 3, Juni 2005

„Der Pflegepädagoge Reinhard Lay hat ein Lehrbuch vorgelegt, das die Ethik in den Dimensionen der Pflegepraxis, der Pflegewissenschaft, des Pflegemangagements und der Pflegepädagogik beleuchtet. Die Verknüpfung dieser Dimensionen in dem Verständnis, dass Ethik nicht ein Additivum, sondern ein Konstitutivum der Pflege ist, setzt neue Akzente im Verständnis der Ethik in der Pflege. […] Insgesamt gibt das Werk einen guten Überblick über die aktuelle Diskussion nicht nur in der Ethik in der Pflege, sondern auch in der Pflegewissenschaft.“
♦♦♦  „Pflege und Gesellschaft“, Mitgliederzeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft, Dr. M. Rabe, Heft 1/2006

„Die Leserschaft wird mit dem Buch zu einem neuen Modell der Pflegequalität geführt, in dem die Ethik eine zentrale Schlüsselrolle übernimmt. […] Dieses Buch bietet eine sehr interessante, argumentative Übersicht, deren Schlussfolgerung, dass es eine eigenständige Ethik der Pflege braucht, vollkommen einleuchtend ist. […] Insbesondere erscheint das von Lay vorgelegte Modell plastisch sehr klar und zugänglich. Es bietet sich zur Ausbildung an. Diese Vorteile sind schwer zu gewichten und machen das Buch zur Unbedingtheit im Unterrichtsstoff Ethik.“
♦♦♦  Wissenschaftliche Zeitschrift „Pflege“, Dr. M. Shaha, Heft 6/2004

„Sehr anschaulich und präzise wird der Leser einleitend im ersten Kapitel in das Buch eingeführt. Dabei werden zunächst die Zielsetzungen und Anliegen des Verfassers sowie der theoretische Hintergrund dargestellt, bevor im Anschluss daran ein Überblick über den Aufbau gegeben wird. Diese Einleitung gibt eine hilfreiche Orientierung zur Lektüre des Buches.
Im zweiten Kapitel werden theoretische Hintergründe zum Thema Ethik dargestellt. Eingegangen wird dabei auf Begriffsbestimmungen, Ziele, Aufgaben, Funktionen, ethische Theorien und Positionen. Mit Hilfe kleinerer Beispiele aus der Pflegepraxis werden diese relativ abstrakt und theoretisch gehaltenen Ausführungen veranschaulicht.
Im sich anschließenden Kapitel 3 wird zunächst mit Hilfe einer Abbildung erläutert, was unter Bereichsethiken (im Unterschied zu Berufsethiken) verstanden wird und weshalb der Autor dafür plädiert, die Ethik in der Pflege den Bereichsethiken zuzuordnen. Interessant erscheint an dieser Stelle auch die Verortung der Pflege als Bereichsethik zwischen der Ethik im Gesundheitswesen und der Ethik im Sozialwesen. Die Auseinandersetzung mit Ethik in der Medizin veranschaulicht einprägsam die vorherrschende Rolle der Medizin im Gesundheitswesen. Die Ethik im Sozialwesen wird als bislang vorrangig auf die Entwicklung von Berufskodizes konzentriert beschrieben. Verglichen mit der Ethik in der Medizin wird die Ethik im Sozialwesen als deutlich weniger etabliert beschrieben.
Aufbauend auf der Auseinandersetzung mit diesen beiden für die Pflege relevanten Bereichs- bzw. Berufsethiken wird in Kapitel 4 auf die Ethik in der Pflege detailliert eingegangen. Entsprechend der aufgezeigten vier Handlungsfelder von Pflege (Weidner) benennt der Autor als Teilbereiche der Ethik die Ethik in der Pflegewissenschaft, die Ethik im Pflegemanagement, die Ethik in der Pflegepädagogik (Näheres hierzu in Kapitel 8) und die Ethik in der Pflegepraxis und zeigt zu diesen Teilbereichen jeweils zentrale Fragestellungen sowie den Stand der Diskussion auf. Vertiefend geht der Autor auf den Bereich Pflegeethik, also Ethik in der Pflegepraxis ein. Exemplarisch werden auch praktisch umsetzbare Perspektiven zur Etablierung einer Ethik in der Pflegepraxis dargestellt. Das Kapitel stellt abschließend die drei aufgezeigten Bereichs- bzw. Berufsethiken miteinander in Beziehung. Systematisch herausgearbeitet werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Resümierend empfiehlt der Verfasser, sich auch bei Etablierung einer Bereichsethik in der Pflege nicht zu sehr von der Ethik in der Medizin abzuschotten und stattdessen eine partnerschaftlich-gleichberechtigte Zusammenarbeit anzustreben.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Frage, ob Diskussionen zum Thema Pflegequalität ohne eine Berücksichtigung ethischer Perspektiven erfolgen kann. So sei eine Einschätzung der Pflegequalität nicht ohne die Beachtung ethischer Richtlinien und moralischer Vorstellungen möglich. Aufgezeigt wird, u.a. an einem Beispiel aus der NS-Zeit, wie sich gesellschaftlich vorherrschende Vorstellungen und damit ethisch-moralische Aspekte, auf die Bewertung der Pflegequalität auswirken. Kritisch angemerkt wird abschließend, dass in bisherigen Definitionsansätzen zur Pflegequalität ethische Überlegungen weitgehend vernachlässigt werden.
In Kapitel 6 greift der Autor dieses Fehlen der Berücksichtigung ethischer Aspekte in der bisherigen Diskussion um Pflegequalität auf und stellt sein Modell der Gesundheitspflege vor, das Aufschluss über die Pflegequalität geben soll und in dessen Zentrum er die Pflegeethik verortet sieht. Demnach werden der Pflegequalität die Komponenten Wirksamkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sowie Selbstständigkeit, Wohlbefinden, Hygiene, Sicherheitsbestimmungen, Zeit und Material der Pflegequalität zugeordnet. Der Interaktion kommt in diesem Modell eine umfassende Bedeutung zu, die es erst ermöglicht, die einzelnen Komponenten zu verwirklichen. Bei der anschließenden Darstellung der Diskussionslage zu den einzelnen Komponenten bietet vor allem die Auseinandersetzung mit Selbständigkeit und Wohlbefinden hervorragende Anknüpfungspunkte für die Anregung kritischer Reflexionen z.B. im Rahmen von Lehrveranstaltungen. Das Kapitel endet mit der Formulierung einer neuen Definition von Pflegequalität.
Im 7. Kapitel wird der Prozess der ethischen Entscheidungsfindung in der Pflege nachgezeichnet. Dabei werden zunächst einige grundsätzliche Überlegungen und Modelle aufgezeigt, bevor das Modell der multiperspektivischen ethischen Entscheidungsfindung vorgestellt und anhand eines sehr einprägsamen Praxisbeispiels exemplarisch angewendet wird. Zum Abschluss des Kapitels erfolgt eine kritische Reflexion der aufgezeigten Modelle zur Entscheidungsfindung. So garantiere eine systematische ethische Entscheidungsfindung nicht das tatsächlich richtige und gute Handeln.
Kapitel 8 behandelt den bislang ausgesparten Themenbereich der Ethik in der Pflegepädagogik. Dabei untergliedert der Autor in die Bereiche Pädagogische Ethik und Ethik lehren in der Pflege. Im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit der pädagogischen Ethik kritisiert der Autor die konstruktivistisch-systemtheoretischen Ansätze in der Didaktik und spricht sich für die Handlungsorientierte Didaktik aus. Im Anschluss daran wird der Frage nachgegangen, wie es gelingen kann, Ethik in der Pflege zu lehren. Hier geht der Autor auf die Notwendigkeit ethischer Bildung in der Pflege, auf die bisherige Verankerung im Lehrangebot der Pflegeausbildungen, auf mögliche Vorurteile Pflegender hinsichtlich der Beschäftigung mit ethischen Fragestellungen sowie auf Voraussetzungen auf Seiten von Lernenden und Lehrenden für ethische Bildungsprozesse in der Pflege ein. Schließlich werden Konsequenzen aufgezeigt, die eine stärkere Verankerung ethischer Bildungsinhalte in die Ausbildung mit sich bringen könnte.
In dem das Buch abschließende Kapitel 9 werden zentrale im Buch behandelte Themenbereiche erneut übergreifend diskutiert. Dabei zeigt der Verfasser konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der Ethik in der Pflege auf. Zudem weist er weiteren Forschungsbedarf mittels weiterführender Fragestellungen aus.
Diskussion

Die einzelnen Kapitel sind in einheitlichem Format gedruckt, übersichtlich gegliedert und ansprechend, teilweise mit Abbildungen und/oder Tabellen versehen, gestaltet. Die im Anschluss an jedes Textkapitel verfassten resümierenden Gedanken und Zusammenfassungen erleichtern den Lesefluss der sehr umfangreichen Lektüre und leiten inhaltlich in das nächste Kapitel über. Im Anhang befindet sich ein umfangreiches Quellenverzeichnis. Sehr hilfreich ist auch das Sachwortregister mit im Text verwendeten tragenden Begrifflichkeiten, das auch z.B. für die Lehre gute Hilfestellungen für die Behandlung ausgewählter Themen bietet.
Fazit
Lehrenden in pflegewissenschaftlichen Bereichen, die zur Auseinandersetzung mit kritischen Fragestellungen anregen möchten, bietet die Lektüre systematisch aufbereitetes Hintergrundwissen zum Stand der Diskussion ethischer Fragestellungen in allen relevanten pflegerischen Handlungsfeldern. Lernende in der pflegerischen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Studierende werden sich insbesondere durch die vielfachen Praxisbeispiele angesprochen fühlen.“

♦♦♦  Wissenschaftliche Zeitschrift „Pflege und Gesellschaft“, Prof. Dr. K. Makowsky, stv. Vorsitzende der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft, Heft 4/2013, S. 369-370

Prof. Dr. Hermann Brandenburg
(Vorwort zur 1. Aufl.)

Welche Pflege können wir verantworten? Darf man beispielsweise einen sterbenden Menschen in ein anderes Zimmer verlegen, weil für einen Privatpatienten ein Einzelzimmer benötigt wird? Wie sollen sich Pflegende gegenüber ärztlichen Anordnungen verhalten, die aus ihrer Sicht fragwürdig sind?
Dies sind nur einige Fragen und Problemstellungen, mit denen sich die Ethik in der Pflege beschäftigt. Ihr Anliegen ist nicht die Propagierung einer neuen Moral, sondern die kritische Reflexion dessen, was in der Pflege geschieht. Eine Ethik in der Pflege schreibt nicht vor, wie man sich in schwierigen Situationen verhalten soll, aber sie gibt Orientierungen, mit deren Hilfe das eigene Handeln überprüft und ggf. geändert werden kann. Mit dem Buch von Herrn Lay liegt zum ersten Mal ein deutschsprachiges Werk vor, welches grundlegend und umfassend in ethische Fragen in der Pflege einführt. Dabei werden alle vier Handlungsfelder der Disziplin Pflege angesprochen: Pflegepraxis, Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflegewissenschaft.
Zwar liegen für die Pflegepraxis bereits diverse Einführungen vor; die Darstellungen sind jedoch häufig ausschließlich auf den Krankenhausbereich begrenzt und bieten keine Übersicht zum aktuellen Stand der Diskussion in Deutschland. Für die verantwortliche Arbeit im Pflegealltag gibt das vorliegende Buch wertvolle Hilfestellungen. Pflegemanagern hilft es ebenfalls weiter – berücksichtigt die Qualitätssicherungs- und Qualitätsmanagementdiskussion in Deutschland ethische Problemstellungen bisher doch nur am Rande. Auch für Lehrende in der pflegerischen Aus-, Fort- und Weiterbildung ist das Buch eine Fundgrube, denn Ausführungen zur pädagogischen Ethik, zur Vermittlung ethischer Kompetenz und zur Kritik gängiger Didaktiken aus ethischer Perspektive fehlen in der bisherigen Diskussion nahezu vollständig. Nicht zuletzt die Pflegewissenschaft kann einen Gewinn aus der vorliegenden Arbeit ziehen, denn Forschung ist immer auch mit ethischen Herausforderungen konfrontiert. Interessant sind auch Herrn Lays Begründungen, warum es denn eigentlich eine „Ethik in der Pflege“ als Bereichsethik geben muss und die allgemeine Ethik nicht ausreicht. Aber es soll noch nicht zuviel verraten werden.
Wie ist das Buch aufgebaut? Herr Lay gibt zu Beginn einen Einblick in relevante Begriffe und Kategorien der „Allgemeinen Ethik“ (Moral, Moralität, moralische Kompetenz, Werte und Güter, moralische Konflikte, Ethik) und verhandelt danach unter dem Titel „Bereichsethiken“ Aspekte der Ethik in Medizin und Sozialer Arbeit. Diese beiden Kapitel bilden eine Grundlage für die fundierte Begründung einer eigenen Bereichsethik in der Pflege. Die folgenden Kapitel stellen die Verbindung von Pflegequalität und Ethik ins Zentrum und enden mit einem Modell der Integration beider sowie einer neuen Definition von Pflegequalität.
Hervorzuheben ist ein darauf folgendes ausführliches Fallbeispiel, welches den Prozess der ethischen Entscheidungsfindung in der Pflege anschaulich illustriert. Die transparente Argumentationsführung schließt mit einer Positionierung des Autors und macht sich damit der Kritik zugänglich. Das letzte große Kapitel setzt sich grundlegend mit der „Ethik in der Pflegepädagogik“ auseinander, kritisiert den konstruktivistisch-systemtheoretischen Ansatz und beschreibt verschiedene Formen des Lehrens einer Ethik in der Pflege. Die Arbeit schließt mit einer thesenartigen Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen und einem Ausblick auf den zukünftigen Forschungsbedarf.
Die von Herrn Lay vorgelegte Arbeit wurde zunächst als Diplomarbeit am Fachbereich Pflege der Katholischen Fachhochschule Freiburg eingereicht. Nicht nur durch ihren Umfang, sondern vor allem auf Grund ihrer umfassenden Bearbeitung der Literatur sowie der hohen Qualität der Argumentation ist die Arbeit außergewöhnlich. Mit der Integration von Pflegeethik und Pflegequalität betritt der Autor Neuland und es werden fruchtbare Anstöße für die Qualitätsdiskussion geliefert. Die argumentative Abwägung von Handlungsalternativen im Fallbeispiel: „Zum Sterben in ein anderes Zimmer!?“ ist exemplarisch und unmittelbar für die Alltagsrealität der Pflege relevant. Mustergültig wird hier eine ethische Argumentation – und eben kein moralisierendes Raunen – vorgestellt und abschließend die eigene Position offen gelegt.
Die Anmerkungen zur in Mode gekommenen konstruktivistisch-systemtheoretischen Didaktik in der Pflege sind ebenfalls hervorragend. Es ist wirklich erstaunlich, welche Konjunktur dieser Ansatz auch in der Pflegepädagogik erfahren hat. Obwohl die Pflege sonst naturwissenschaftlichen Ansätzen und Paradigmen kritisch gegenübersteht, werden sie in der Pflegepädagogik fast gläubig übernommen und das ethische Defizit dieser Ansätze völlig ignoriert. Der Autor weist auf diese Problematik explizit hin und leistet damit auch einen kritischen Beitrag zum aktuellen pflegepädagogischen Diskurs.
Ich wünsche dem Buch eine breite Aufnahme – nicht nur in der Fachöffentlichkeit. Jedem, der sich mit Pflege beschäftigt und kritischen Fragen in den Handlungsfeldern nicht ausweichen möchte, sei die Lektüre des Buches empfohlen.

♦♦♦  Univ.-Prof. Dr. phil. H. Brandenburg
Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philos.-Theolog. Hochschule Vallendar